Captured • Luke Hemmings

«Du gehörst jetzt uns, hast du verstanden?» Mein Kopf vollzog eine Tätigkeit, die nicht mehr meiner eigenen Willenskraft unterworfen war; er nickte. «Gutes, Mädchen, so gefällst du uns.» Die Stimme des Unbekannten verzweigte sich mit meinem Inneren und stieß ein Gefühl aus: Vertrauen. «Vᴇʀᴛʀᴀᴜᴇ ɴᴜʀ ᴅɪʀ sᴇʟʙsᴛ – ᴅᴇɴɴ ᴀɴᴅᴇʀᴇ ᴋᴏ̈ɴɴᴇɴ ᴅɪʀ ᴅɪᴇsᴇs Gᴇғᴜ̈ʜʟ ɴɪᴄʜᴛ ɢᴇʙᴇɴ.» Doch es war zu spät; es war hoffnungslos und unwiderruflich geschehen. ©Chrissyssecret, July 2014

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Ɛякєηηтηιѕ: ǀη єιηєя єяѕтєη Aηηα̈нєяυηg кαηη мαη Ɛякєηηтηιѕ αƖѕ ɗєη Ƥяσzєѕѕ υηɗ ɗαѕ Ɛяgєвηιѕ єιηєѕ ɗυяcн Ɛιηѕιcнт σɗєя Ɛяfαняυηg gєωσηηєηєη Ɯιѕѕєηѕ вєzєιcнηєη.

Licht erhellte den Raum. Mein Atem stockte. Mit starrem Blicken sah ich in die Augen der mir bereits zur Genüge bekannten Person.

Angewidert erhob ich mich einige Zentimeter, um den Abstand zu vergrößern. „Wieso?“ fragte ich, jedoch ließ ich meinen Blick wieder senken.

Ich konnte den Anblick nicht mehr ertragen. Ich war enttäuscht und verwirrt über die Situation zu gleich.

Er näherte sich mir, hielt aber kurz vor meinen Körper an. „Halt dein dreckiges Maul, Schlampe.“ Seine Worte prallten gegen meine Ohren, verhießen somit nichts Gutes.

Ich verstand das Spiel – es musste sich hierbei um eines handeln – nicht mehr im Geringsten. Der Vorgang schien mir nicht geheuer.

Ich kannte jede Bedeutung der Worte, jedoch kannte ich nicht die Bedeutung aus seinem Mund. „Warum?“ ich wurde stiller.

Ein Lachen entfloh seiner Kehle, er beugte sich in die Richtung meines Körpers, da ich mittlerweile wieder eine sitzende Position eingenommen hatte. „Halt dein Maul.“ Er sprach die Worte erneut aus, doch dieses Mal trafen sie mich nicht mehr mit derselben Wucht, wie zu vor, ich kannte sie bereits.

„Weißt du Liebes.“ Seine Stimme klang monoton und süffisant. „Du dachtest wohl ich sei dumm?“

Hastig schüttelte ich meinen Kopf, aus welchem Grund auch immer. Ich wusste, nicht was er wollte. „Nein.“

„Weißt du Hannah, das glaube ich dir nicht.“ er lief einige Schritte zurück. Plötzlich knallte er seine schweren Schuhe gegen etwas, das einen lauten Knall zur Folge hatte; dem Klirren nach zu urteilen, handelte es sich um eine Vase oder einen anderen Gegenstand aus Glas, der nun sein Ableben erreicht hatte und in tausende von Scherben zerschellt war.

Er lachte erneut höllisch auf. „Du bist, so naiv, Kleines.“ Seine Aussage war provozierend.

Ich hatte keinen Plan von was er sprach. Ich war ihm hilflos ausgeliefert. „Was?“ fragte ich, jedoch kaum hörbar.

 

Der muskulöse Körper ragte vor meinem zierlichen in die Höhe. Noch immer hielt ich die Selbe Position, zusammengekümmert am kalten Betonboden inne. Erst jetzt erkannte ich, durch den schwachen Lichtstrahl das Marmor, das sich quer durch den Raum zog, welcher lediglich, aus einem Bett und einem Tisch, was also keine Kommode war, bestand.

Ich beugte meinen Kopf in den Nacken, um die Umrisse des Jungen besser in Betracht ziehen zu können. „Lass mich hier raus.“ Schrie ich mitten in sein markloses Gesicht, versuchte sowohl eine standhafte Aussage zu tätigen und gleichzeitig meine Tränen zurück zu halten.

Ich wollte mit allen Mitteln verhindern, auch nur Anzeichen von Schwäche zu zeigen. Doch ich war schwach in dem Moment.  

Meine Stimme ähnelte eher einem Hilfeschrei, als einem wütenden Ausdruck.

Ihm hingegen ließ die gesamte Situation kalt. Sein Gesicht war mit einem undeutbaren Gesichtsausdruck durchzogen, was keinerlei Emotionen hatte.

Doch genau dieses Gesicht, mit den rehbraunen Augen war es, das so viele Gefühle in mir auslöste. Es ummantelte meinen Körper jedes Mal auf ein Neues mit Wärme und Geborgenheit.

Es war der Auslöser, das mein Gesicht ein Lachen verzeichnen konnte: es war Liebe. Liebe zu einem Jungen, den ich vertrauen konnte … konnte. Jedoch nun hatte es jegliche Emotionen abgeworfen und verzeichnete einzig und allein einen kühlen und ausdruckslosen Gesichtsausdruck, welcher sich nicht deuten ließ.

„Schätzchen.“ Sein Atem prallte gegen meine Lippen; ein flüchtiger Kuss wurde ausgeübt, beinhaltete jedoch weder Emotionen noch Gefühle. „Du bist so naiv.“

Hatte ich mich so in ihm getäuscht? Ich konnte es nicht begreifen.

Jedoch musste ich von einer auf die andere Sekunde feststellten, dass er nicht das war, was er die letzten Wochen (sie waren die schönste Zeit meines Lebens) vorgab zu sein: das Gegenteil, bestätigte sich, wie aus heiterem Himmel.

Ich seufzte. „Ich will hier weg.“ Sagte ich, jedoch hatte meine Stimme jede Art von Kraft verloren. Einzig und allein ein kraftloses Piepsen kam über meine Lippen.  „Sofort.“ Schrie ich, doch kein Ton wanderte über meine Lippen.

Er stieß ein schmerzauslöschendes Lachen aus. Nicht auf Grund seiner Intensivität, nein, aus dem Grund, da es von einem Menschen kam, der mir etwas bedeutet hatte: der für mich alles war.

„Schätzchen, so sehen wir uns wieder.“ Seine Stimme klang anders als zu vor; provozierend und aggressiv. „Weist du endlich, hab ich genau da, wo ich dich schon lange sehen wollte.“ Seine Miene verfinsterte sich mit jedem Wort. „Am Boden.“ Sagte er und deutete Abwechselnd von meiner Gestalt auf das kalte Marmor.

Er lachte wieder. Lauter und provozierender.

Ich erkannte diesen Jungen nicht wieder. Noch nie hatte er sich gegen über, noch einem Menschen in meinem Umfeld mit derartiger Abwertung verhalten.

Er war wie ausgewechselt: als wäre er von etwas besessen, dass seinen Körper und seine Seele steuerte; als hätte der Teufel die Überhand über sein Sein und Tun gewonnen.

„Jacob.“ Ich flüsterte jeden seiner Buchstaben, als würden sie Feuerzungen sein. Ich hatte Angst.

Angst, von dem Jungen, bei dem ich mich immer so geborgen, so sicher gefühlt hatte. Es war, als würde es hierbei um zwei vollkommen unterschiedliche Menschen handeln: um eineiige Zwillinge, die sich aber von ihrem Charakter um Welten unterschieden. Als würde einer all das Gute, das es auf dieser Welt gab mit in die Wiege gelegt bekommen haben, und der andere, all das Schlechte, das man sich nur vorstellen konnte. Doch ich war mir sicher, dass es sich hier um ein und dieselbe Person handelte: Jacob, meinen Freund.

Doch was hatte ich ihm getan? Ich hatte ihm weder betrogen, noch dazu einen Anlass gegeben, mir etwas Derartiges zu zufügen.

„Miststück.“ Er senkte seine Gestalt – „zieh nie wieder meinen“ Er zeigte auf die Stelle, an der sich scheinbar sein Herz befand. „Namen durch dein hässliches Mundwerk.“ Er sprach bereits mit zusammen gekniffenen Zähnen.

Seine Augen bohrten sich in meine Seele ein. Allein sein Anblick ließ einen Würgereflex in mir aufkommen. 

Mein Blick lag noch immer fest mit seinem verschmolzen. Das einst so schöne funkeln, war gelöscht: rehbraun verwandelte sich in einen tief schwarzen Grundton ohne jegliche Emotionen; kalt und gefühlslos – das waren sie.

Er stieß ein erneutes Lachen aus. Seine Kehle vibrierte. „Du bist eine verdammte Schlampe. Weißt du das?“ er provozierte mich. Stieß seinen Fuß gegen mein Knie. „Du wirst dafür büßen. Meine Liebe.“ Er weichte eine Schritte zurück, baute sich mit seiner vollen Präsenz vor mir auf. Er lachte.

Es schien als würde dieses provozierende und höllische Lachen eines seiner Lieblingsbeschäftigungen sein. „Du bist so erbärmlich, weißt du das eigentlich?“ seine Lippen verwandelten sich zu einem immer größer werdenden Lachen.

Langsam hatten alle seiner verbalen Ausdrücke den Eingang in meinen Gehörgang gefunden. Er bezeichnete mich vulgären Ausdrücken, von welchen ich nicht einmal einen Gedanken daran verschwendet hatte, dass sich diese in seinem Vokabular befanden.

Doch sie waren da. Er kannte sie – er kannte haargenau die Bedeutung jedes einzelnen Wortes. Ich war geschockt.

Nicht geschockt darüber, dass er mich so nannte. Nein, geschockt darüber, dass er solche Worte in seinen Mund nahm.

Was hatte ich getan? Ich konnte mich an nichts erinnern. Er war derjenige, der sich mit meiner besten Freundin vergnügt hatte und nicht umgekehrt. Er hatte mich betrogen.

Ich ordnete meine Gedanken, versuchte kurz ein und danach gleich wieder auszuatmen. „Was?“ fragte ich vorsichtig. Ich wusste ich musste mich langsam vorwagen, um eine etwas akzeptable Antwort zu bekommen. „Was habe ich getan?“ ich bestärkte meine Frage; gab ihr mit meiner sicheren Stimmlage Rückhalt und Stabilität.

Ich hatte nie wirklich einen Gedanken darüber verschwändet, dass er ein Problem haben könnte. Ich kannte seinen Hintergrund und seine Familie nicht, doch er schien mir immer, ein stabiler und wohlerzogener Junge zu sein: ich hatte mich getäuscht. Getäuscht in dem Jungen, der mir alles bedeutet hatte. Ich konnte diese Erkenntnis nur schwer akzeptieren.

Ich war noch nie ein Mensch gewesen, der sich unterkriegen gelassen hatte. Der, sich schlecht behandelt lassen hätte. So wurde ich nicht erzogen und somit hatte auch keiner das Recht mit mir so umzugehen. Auch nicht Jacob, mein Exfreund.

Aber ich wollte wissen, was er für ein Problem hatte. Warum er mich beschimpfte, doch viel schlimmer warum er und seine komischen Komplizen, Freunde – was auch immer sie von ihm waren – mich gefangen hielten.

Was hatte ich so schreckliches verbrochen?

Er neigte sich wieder nach unten. Sein Atem prallte in meinem Gesicht auf. Er war mir nahe … zu nahe. „Schlampe.“ Sagte er langsam und fordernd. „du weißt nicht warum du hier bist.“ Er lachte, behielt seine Haltung jedoch inne. „das ist süß, dass könnte mir gefallen würde es mich interessieren.“

Mein Atem stockte. „Geh weg.“ Ich nahm allen meinen Mund zusammen und spuckte ihn mitten in sein Gesicht. Noch nie füllte ich mich so erniedrigt und am Boden, was ich wortwörtlich war.

Angewidert strich er mit seiner Hand über den Punkt, auf der linken Seite seiner Wange, an der ihn meine Spucke erwischt hatte. Seine Miene verzog sich jedoch nicht, auch sein Blick verharrte stur auf meinen.

„Das hättest du gerne Liebes.“ Sagte er, während er seine Handfläche, mit welcher er vor einigen Sekunden noch meinen Speichel weggewischt hatte, auf meiner Wange. Sein Daumen strich Kreise auf meiner Haut und versetzte sie so mit in einen Zustand, der nicht sein durfte: Verlangen.

Er legte seine Stirn in Falten. „Glaub mir Hannah, wir werden noch sehr viel Spaß mit dir haben in nächster Zeit.

Seine Lippen streiften meine Stirn, vollenden jedoch nicht den Kuss, denn er angefangen hatte. „Und glaub mir eines, Liebes.“ Er hatte wieder eine senkrechte Haltung eingekommen, stach somit vor mir in die Höhe; er war schon immer mehr als einen Kopf größer gewesen als ich.

Er beugte sich in die Knie und stützte seine Hände darauf ab. „Wenn wir mit dir hier fertig sind, wirst du es bereuen, jemals am Leben gewesen zu sein.“ Seine Miene wurde kalt; kälter als sie ohnehin schon war, seine Augen waren durch und durch mit Wut gefühlt, was auch seine Augenfarbe nur bestärkte.

„Hast du gehört?“ er legte seine Handfläche auf meiner ab, da ich meine Hände noch immer um meine angewinkelten Beine geschlungen hatte.

Ich nickte. Zu groß war meine Angst eine falsche Antwort zu geben. „Ja.“

Er setzte sein typisches Gewinnerlächeln auf, was ich ihm noch nie wirklich abgekauft hatte. „Gutes Mädchen, so gefällst du uns.“ Er nickte ebenfalls.

„Aber weißt du was, Kleines.“ Jacob bewegte seine Hand in Richtung meines Kinnes. Seine Fingerspitzen bohrten sich mit extremer Kraft in mein Fleisch und zwangen es somit ihm direkt in die Augen zu sehen.

Mir wurde schlecht. Ich hätte mich an Ort und Stelle, alleine wegen seinem Anblick, übergeben können.

 

Ein schmutziges Lächeln umspielte seine Lippen, ließen ihn somit in einem gefährlichen Bild widerspiegeln. „Ein bisschen Spaß könnten wir, dann doch noch haben. Findest du nicht auch?“

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