Sherlock und die Liebe?

Sherlock ist gelangweilt, da er keinen neuen Fall findet. Weil er deswegen durchgehend schlecht gelaunt ist meldet John in bei einer Partnersuche an, in der Hoffnung, dass er vielleicht eine Partnerin findet, die ihn glücklich macht...

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2. Willkommen kleiner Mann

"Sherlock?", Johns Stimme klang aufgeregt am Telefon.

"Du störst mich! Ich lese gerade einen sehr interessanten Zeitungsartikel über einen Mord hier in London!"

"Ist das wirklich wichtiger als die Geburt meines ersten Kindes?"

"Mary liegt im Kreissaal!", durch den Hörer konnte man das Rascheln der Zeitung, die Sherlock gerade beiseite legte hören, "du willst, dass ich komme?"

"Ja!?", er war überrascht.

"Um für dich da zu sein als dein bester Freund?"

"Ja! Als mein bester Freund! Du bist schließlich auch Patenonkel!"

"Ich bin Patenonkel?"

"Was dachtest du denn?", er lachte.

"Ich... Äh... Danke?!", das hörte sich sogar fast gerührt an, "ich komme sofort!"

Glücklich legte John auf. Genau in diesem Moment kam eine Ärztin auf ihn zu: "Wollen sie ihren Sohn sehen?". Er nickte nur und stand zwei Minuten später in der Tür zu dem Krankenzimmer, in dem seine Frau lag-mit seinem Kind. "Mary!", er lief auf sie zu. Beide weinten und bewunderten ihr Kind. Gerade als sie sich innig küssten kam Sherlock herein.

In seiner rechten Hand hielt er einen Strauß Sonnenblumen, mit der Linken stützte er sich an einem Stuhl ab. Diesen Gesichtsausdruck hatte John noch nie an ihm gesehen; eine Mischung aus Freude, Aufregung, Angst und Nervosität: "Hallo!", murmelte er und legte die Blumen auf Marys Nachttisch, "darf ich ihn... Sehen?". "Natürlich!", John strahlte über das ganze Gesicht, hob seinen Sohn aus den müden Armen seiner Mutter und hielt ihn schützend fest, sodass Sherlock ihn gut sehen konnte. Unbeholfen streichelte der Detektiv über das Gesicht des Babys: " wie heißt er?"

"Victor Sherlock John Louis Watson! Danke Sherlock, dass du immer für mich da bist!", John legte Victor wieder zu seiner Mutter und umarmte den verdutzten Mann neben sich.

"Du hast ihn Sherlock genannt? Victor Sherlock John? Ich komme vor John?"

"Ja!", der Arzt lächelte.

"Danke... John!", zögernd klopfte Sherlock auf Johns Schulter. Das war alles so neu für ihn und er hatte absolut keine Ahnung wie er mit der Situation klarkommen sollte. Nie hatte er gedacht, dass Babys sich so weich anfühlen, dass sie so gut nach Milch riechen und dass sie diese gewisse Geborgenheit ausstrahlen. Es machte ihn nachdenklich als er den Freund jetzt mit Mutter und Kind so glücklich sah.

John hatte immer viel gelächelt, aber das war anders; seine Augen waren glasig und voller kleiner Tränen, die es nicht wagten zu zu fließen und sein Gesicht war knallrot.

"Tschüss John! Tschüss Mary! Tschüss... Baby!"

"Du gehst schon?", John war enttäuscht.

"Ja! Ich habe noch ein paar wichtige Termine."

John nickte und ließ ihn gehen, obwohl er wusste, dass Sherlocks "Termine" darin bestanden Geige zu spielen und Trübsal zu blasen, weil er keinen Kunden hatte.

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