Only One Shot

Ich schreibe One Shots. Egal ob nur für mich oder auch für euch. Wenn ihr einen haben möchtet, meldet euch einfach bei mir in den Kommentaren, aber leider nur in Deutsch. K - Pop Bands.

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1. Zelo ( B.A.P )

Das saß ich nun, mitten im Park auf einer Bank im strömenden Regen. Meine (y/h)  Haare klebten an meinem Hals . Mit starren Blick schaute ich einfach weiter geradeaus.

Ich konnte nicht mehr denken, ich wollte nicht mehr darüber nachdenken. Tränen liefen unaufhörlich über meine Wangen und vermischten sich mit dem Regen. War ich ihm den überhaupt nicht wichtig? Wohl kaum, sonst hätte er mich wohl nicht betrogen. Ich wischte mir über die Wangen und schaute in den Himmel.

Es würde wohl kaum so bald aufhören zu regnen, ich sollte mir ein Hotel suchen. Warum ich in ein Hotel muss? Mein EX- Freund hat mich betrogen und da wir zusammen wohnten, will ich dort auf keinen Fall wieder hin. Nur, wenn er nicht da ist, damit ich meine Sachen holen kann. Die ganze Sache hat mich so aufgewühlt, dass ich einfach rausgerannt bin, ohne meine Sachen und ohne einen Schirm.

Langsam machte ich mich auf den Weg , auf der Suche nach einem Hotel. Mir war der Regen im Moment vollkommen egal, ich lief langsam durch die Straßen, den Blick auf den Boden gerichtet.

Die Pfützen auf der Straße spiegelten den grauen Himmel und die ebenso graue Umgebung wieder, bis auf eine Unstimmigkeit. Ein roter Fleck, der sich plötzlich über mir befand.

Verwirrt blieb ich stehen und schaute nach oben. Ein roter Regenschirm über mir, ein junger Mann, ungefähr in meinem Alter, neben mir. Er lächelte mich an. Ich kannte ihn nicht, er kam mir auch nicht ansatzweise bekannt vor, warum also tat er das?

,,Du bist ja schon ganz nass. Warum läufst du hier draußen ohne Schirm herrum?", fragte er mich. Irgendetwas in seiner Stimme ... ich weiß nicht, seine Stimme gefiel mir einfach. ,,Hab mein Schirm vergessen.", sagte ich und ging weiter. Er folgte mir und hielt weiter den Schirm schützend über meinen Kopf.

,,Dann solltest du dich unterstellen. Es regnet in Strömen.", sagte er. Ich glaubte, einen Funken Sorge aus seiner Stimme zu hören. Aber warum sollte er sich um mich sorgen? Er kannte mich doch gar nicht.

,,Ich weiß. Vielleicht sollte ich das ...", den letzten Teil seufzte ich nur leise und schaute weiter auf den Weg vor mir. ,,Ich bring dich nach Hause. Es wird warscheinlich noch eine Weile regnen.", sagte er und schaute in den Himmel.

,,Musst du nicht. Ich muss mir eh ein Hotel suchen.", sagte ich leise. Ich kannte ihn zwar nicht und ich wollte ihm auch nicht unbedingt meine ganze Geschichte auf die Nase binden, aber ... ich hatte so ein Gefühl, dass ich ihm vertrauen konnte. Kann man soetwas schon sagen, obwohl ich ihn gerade ein paar Minuten kenne?

Verwirrt schaute er mich an. ,,Hotel? Warum das?", fragte er mich schließlich. Ich sah ihn immer noch nicht an und tat die Frage mit einer Handbewegung ab. ,,Nicht so wichtig." Er zuckte nur mit den Schultern und sagte: ,,Du musst es mir ja nicht sagen, wenn du nicht willst. Aber hast du überhaupt genug Geld dafür?" Was war das den bitte für eine Frage? Ging ihn das was an? Aber die Frage war gerade berechtigt. Hatte ich mein Geld ... Ich kramte in meiner Jackentasche, aber da war nichts. Verdammt ich hatte meine Geldbörse ,zuhause' liegen lassen.
 
Verdammt! ,,Mist ...", nuschelte ich leise. ,,Geld vergessen?", fragte er mich. Ich nickte. ,,Du bist bestimmt irgendwo ausgerissen oder?", fragte er weiter. Ich nickte nur.

Plötzlich griff er nach meiner Hand und zog mich hinter sich her. ,,Dann kommst du eben mit zu mir.", sagte er lächelnd und drehte seinen Kopf zu mir. ,,Aber ..." ,,Kein aber. Ich brauch sowieso ein wenig Gesellschaft. Oder gefällt dir meine Gesellschaft nicht?", fragte er und bleib kurz stehen. Ich wurde leicht rot und sagte: ,,So .. so ist das nicht. Aber ich kann doch nicht einfach ..", wieder ließ er mich nicht ausreden. Er setzte sich wieder in Bewegung und zog mich weiter.

Ich ließ mich einfach mitziehen. Immerhin war das besser, als ohne Geld im Regen zu stehen. Im wahrsten Sinne. Wie konnte dieser Junge einer Fremden nur so blind vertrauen? Ich versteh das nicht. ,,Sag mal, wie heißt du eigentlich?", fragte ich ihn. Immerhin musste ich mich ja noch irgendwie bedanken.

,,Nenn mich einfach Zelo.", sagte er lächelnd. Sein Blick schon allein, sein sanftes Lächeln und seine gesamte Art brachten mich ebenfalls zum Lächeln. Ich wusste nicht warum, aber er faszinierte mich. Etwas an ihm war unglaublich anziehend, ich wusste nur nicht genau, was. ,,Ich heiße ____ . ", sagte ich. Wieder lächelte er. ,,Es freut mich deine Bekanntschaft zu machen, ___."

Den Rest des Weges schwiegen wir. Aber es war kein unangenehmes Schweigen, es war eher .. als würden wir uns auch ohne Worte verstehen. Bei seiner Wohnung angekommen zog er mich die Treppen nach oben. Den ganzen Weg über hatte er meine Hand nicht einmal losgelassen.

Er schloss die Tür auf und ließ mich herein. Er hatte es wirklich schön hier. Während ich mir die Schuhe auszog schaute ich mich um. Wohnte er wirklich allein hier? Ich schälte mich aus meiner triefend nassen Jacke, die er mir prompt abnahm und über eine Heizung im Flur hängte.

,,Du solltest erst einmal duschen gehen. Die Tür am Ende des Ganges links. Handtücher liegen im Schrank. Aber vorher such ich dir ein paar Klamotten von mir herraus.", sagte er und ging lächelnd an mir vorbei. Anscheinend war ihm sein Lächeln gar nicht mehr aus dem Gesicht zu wischen.

Ich ging in das kleine Badezimmer, setzte mich auf den Toilettendeckel und wartete. Wieder sah ich mich um. Das Bad war nicht gerade groß und trotzdem passten dort eine Dusche und auch noch eine Badewanne hinein. Handtücher sind im Schrank hatte er gesagt. Ich zog mir gerade zwei herraus, da klopfte es an der Tür und Zelo steckte seinen Kopf herrein. Er hielt mir die Sachen entgegen und verschwand dann schnell wieder.

Lächelnd legte ich meine nassen Sachen ab und hing sie einfach über die Heizung hier drin. Er hat bestimmt nichts dagegen. Als das warme Wasser der Dusche meine unterkühlte Haut traf, schauderte ich erst, dann konnte ich mich endlich entspannen. Eine ganze halbe Stunde verbrachte ich unter der Dusche, dann stieg ich aus dieser und trocknete mich ab. Mit dem zweiten Handtuch rubbelte ich mir meine Haare sogut wie möglich trocken und zog mir die Sachen an, die Zelo mir gebracht hatte. Eine Boxershorts, die mir viel zu groß war und ein weites T-Shirt.

Die Sachen verrutschten manchmal ein wenig, aber das war mir jetzt egal. Ich verließ das Bad und schaute mich um. Aus einem Raum kamen Geräusche, warscheinlich ein Fernseher, also musste Zelo wohl dort sein. Ich ging zu dem Raum und tatsächlich saß Zelo auf dem Sofa und schaute Fernsehen. Wobei man das nicht sitzen nennen konnte, er lag mehr auf dem Sofa.

Als er mich bemerkte sah er auf und wank mich lächelnd zu sich. ,,Setz dich doch zu mir.", sagte er und klopfte auf den Platz neben sich auf dem Sofa. Ich lächelte ihn an und setzte mich zu ihm. Er legte seinen Arm um meinen Bauch und zog mich zu sich nach hinten, sodass ich auf dem Sofa in seinen Armen lag. Ich errötete leicht, als sein warmer Atem meinen Nacken streifte.

,,Zelo?", fragte ich nach einiger Zeit. ,,Hmmm?", brummte er hinter mir. Anscheinend war er kurz davor einzuschlafen. ,,Danke. Für alles.", sagte ich und schmiegte mich näher an ihn. Auch er zog mich näher an sich herran, seine Lippen waren nun ganz nah an meinem Ohr, als er sagte: ,,Für dich würde ich alles tun." Errötend drehte ich mich zu ihm um. ,,Wirklich? Obwohl du mich gar nicht wirklich kennst?", hauchte ich leise. Seine Augen waren geschlossen, aber er lächelte. ,,Dann muss ich dich wohl besser kennenlernen.", sagte er und strich mit einer Hand durch meine Haare. Mit leichtem Druck zog er meinen Kopf zu seinem und legte sanft seine Lippen auf meine. Ich konnte gar nicht wirklich glauben, das er das wirklich tat, aber ich muss sagen ... Es gefiel mir wirklich.
Dieser Junge hatte es geschafft, mein Herz in weniger als einer Stunde für sich zu gewinnen und ao wie bei ihm fühlte ich mich bei meinem Ex - Freund nie. Jetzt wird er mich nicht mehr so leicht los.

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