Escape

Ich habe diese Geschichte angefangen und weis noch nicht wohin sie führen wird. sorry :)

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3. Licht und Schatten

Ich weiß dass ich träume, aber ich will nicht aufwachen.

Etwas warmes, weiches hüllt mich ein, und im Traum stehe ich auf der Lichtung im Wald. Ich erkenne sie an den lila Orchideen, an dem Verlauf des ausgetrockneten Baches, obwohl ich schon viel zu lange nicht mehr im Wald war. Die Blätter der Bäume leuchten hellgrün in der Sonne und ich höre einen der vielen Greifvögel nach seinen Kücken rufen. Ich fühle mich sicher auf dieser Lichtung.

Plötzlich verstummen die Vögel und der Klang eines Hornes hallt hell und klar durch die Bäume. Ich sehe mich um, versuche die Richtung auszumachen aus der der Ton kommt, doch es ist unmöglich zu sagen. Ich höre Geräusche wie von vielen schweren Stiefeln die durch den Wald trampeln.

Ich weiß nicht wer die sind, denke ich. Aber ich weiß dass ich nie solche Geräusche beim Laufen erzeugen würde.

Das Horn schallt erneut durch die Bäume und holt mich aus meiner Erstarrung. Ich fange an in die Richtung zu rennen aus der es zu kommen scheint. Während ich renne verändert sich meine Umgebung bis ich in einem völlig fremden Wald bin. Ich laufe auf eine dämmrige Lichtung zu und bemerke dass es dunkel geworden ist.

 

Da ist etwas rechts von mir in den Schatten, ich kann es nicht sehen, aber ich spüre die Kälte die von ihm ausgeht. Ich greife nach meinem Messer und bleibe stehen.

Ich lausche und höre zu meinem Entsetzen röchelnde Atemgeräusche, die garantiert nicht meine eigenen sind. Als mich das schwarze, kalte Etwas anspringt passiert etwas in meinem Kopf. Ich kann es sehen, aber nicht erkennen. Es ist, als sei ein schemenförmiges Loch in die Umgebung geschnitten worden, in meiner Erinnerung bleibt nichts als Kälte zurück.

Ich sehe, oder besser ich ehe NICHT, wie das gestaltlose Etwas auf mich zugesprungen kommt und hebe mein Messer um mich zu verteidigen, als etwas großes, braunes unheimlich schnell an mir vorbeifliegt und mich aus der Flugbahn des Monsters schubst. Ich knalle gegen einen kleinen Sandsteinfelsen, und spüre einen stechenden Schmerz im linken Arm.

Das Letzte, was ich sehe, ist wie das schwarze Etwas sich wutentbrannt auf meinen Beschützer wirft, dann schrecke ich hoch.

 

Ich hatte fast vergessen, dass alles nur ein Traum war, und muss beinahe über mich selbst und meine Angst lachen, bis ich bemerke, dass mein linker Arm verbunden ist. 

Als ich ganz wach bin, erkenne ich, dass der Verband nur aus einem stück Stoff besteht, das um meinen Arm gewickelt ist, und beruhige mich. Sowas ist mir schon öfters passiert, wahrscheinlich habe ich mich nur wieder im Schlaf aufgekratzt, bin davon aufgewacht und habe halb im Traum meinen Arm verbunden um mich selbst daran zu hindern, weiterzukratzen.

 

Ich habe eindeutig eine zu lebhafte Fantasie, denke ich, und versuche, wieder einzuschlafen.

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