Anata o ashite, Haru-san!

Da ich nicht so viel verraten will, schreibe ich nur kurz über den Verlauf der Geschichte.
Man sollte sie ja lesen, um zu wissen was darin passiert ^-^

Es handelt von 2 Mittelschülern, Akira Izaya und Haru Izumi.
Nach einer süßen, kleinen Freundschaft im Kleinkind Alter, besteht später jedoch eine leidenschaftliche Beziehung. 7 Jahre später, landet Akira bei seinem besten Freund, bei dem er in nächster Zeit deutliche Unterstützung benötigt..
- Zwar kurz und bündig, aber ausreichend ^^

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6. [6]

Kapitel 6

Den nächsten Tag startete ich schon ziemlich früh.
Es hätte zwar vollkommen außgereicht, erst um halb sieben aufzustehen, doch ich war viel zu nervös zum Schlafen.
Wie konnte ich dass auch tun.
Akira lag schließlich neben mir.
Sein Mund war ein Stück geöffnet.
Leicht fuhr ich mit meinen Fingern seine Lippen nach.
Ich drehte meinen Kopf weg, kniff die Augen zusammen und biss mir auf die Unterlippe. Wenn ich weiter machen würde, könnte ich mich nichtmehr beherschen.
Ich stand auf und ging auf den Balkon.
Bald konnte ich nichtmehr warten.
Dieses dringende Gefühl, Akira endlich haben zu können, übernahm mich allmählich immer mehr.
Ich nahm die Zigarettenschachtel, die auf einem kleinen, runden Tisch auf dem Balkon lag.
Ich zündete mir eine Zigarette an.
Seit dem Tage an, an dem Akira verschwunden war, tat ich dies.
Ich lehte mich mit einem Arm auf das Geländer.
"Du...Du rauchst?", fragte eine verwunderte Stimme hinter mir.
"Hab ich dich geweckt?", Akira schüttelte den Kopf.
"Ja..schon länger..", antwortete ich auf seine Frage.
"Was heißt schon länger?..Meinst du...seit dem ich..umgezogen bin?", ich nickte.
"Ja genau seit dem.."
Akira schaute mich erschrocken an.
"..wegen mir..Du riskierst wegen mir deine Gesundheit?", er sank auf den Boden und drückte seine Hände ich sein Gesicht.
"Dass wollte ich nicht...wirklich nicht..es tut mir so unendlich Leid..", flüsterte er.
Ich lachte.
"Du bist süß..",daraufhin schaute er mich mit rötlichen Wangen an.
"Seit dem hatten mich alle viel anders behandelt, also hatte es doch was gutes.."
"Anders behandelt?", Akira verstand nicht was ich meinte.
"Sie behandelten mich erwachsener..Wieso weiß ich zwar immernochnicht, aber ehrlich gesagt will ich es garnicht erst wissen.."
Eine kurze Zeit sagte niemand von uns mehr etwas.
Ein leichter Wind wehte.
"Was sollen wir jetzt noch machen?Es ist gerade mal 6 Uhr.", mir fielen natürlich ein paar bestimmte Dinge ein, die man in einer halben Stunde hätte machen können.
Ich grinste.
"Darf ich..vielleicht duschen?", fragte Akira dann, wodurch ich weitere Vorstellungen bekam.
"Ja, natürlich", ich lächelte.
"..und mitkommen kann ich auch gerne..", flüsterte ich, so dass er es unmöglich hätte hören können.
"Ich geh kurz nach unten, uns unsere Kleider wieder beschaffen", Akira nickte und ging ins Bad.
Unten saßen meine Mutter und mein Vater bereits.
"Haru, irgendetwas stimmt mit dir doch nicht! Du stehst auf einmal so früh auf.", ich ignorierte die Aussage meiner Mutter.
"Wo hast'n du die nassen Sachen von gestern hingemacht?", mein Vater zeigte auf die Terasse, wo sie zusammen gefaltet auf einem Stuhl lagen.
Als ich wieder nach oben ging klopfte ich an der Badezimmertür.
"Darf ich kurz reinkommen? Ich will dir deine Kleider geben."
"Ähm..J-Ja..", man hörte das die Dusche bereits am laufen war, dass bedeutete wiederrum, dass ich ihn unter Umständen nackt sehen würde.
Ich grinste, schaute aber nicht zu ihm herrüber.
Seine Kleider legte ich auf die Heizung und nahm den schwarzen Pulli wieder mit.
Ich zog meine Schuluniform an, ließ die Krawatte dabei aber offen.
Auf dem Balkon nahm ich wieder eine Zigarette und begann zu rauchen.
Ich wusste das es meiner Gesundheit schadet...doch dass war mir eigentlich völlig egal.
Ich hörte Schritte, woraufhin ich mich umdrehte.
"Ä-Ähm...Haru..-San..kannst du mir...vielleicht wieder bei den Knöpfen helfen..?", stotterte Akira mit rotem Gesicht.
Ich grinste und steckte mir die Zigarette zwischen meine Zähne.
"Du bekommst dass wirklich nicht hin, oder?", mein Lachen entlockte auch ihm ein kleines Lächeln.
Langsam knöpfte ich sein Hemd zu uns sah ihm anschließend in seine Augen.
Er sah verdammt süß aus, wenn seine Wangen rot wurden.
Ich atmete ein und wollte etwas sagen, bis meine Mutter plötzlich rein kam.
"Na Los Haru, ihr müsst zur Schule..", meinte sie und ging wieder.
 Zusammen mit meiner Schwester gingen wir zur Bushaltestelle.
Doch meine Schwester interessierte sich heute brennent für Akira.
Hoffentlich sagt sie ihm nichtnoch etwas, das er besser nicht wissen sollte.
Damals zum Beispiel, als Akira gegangen war, hatte ich tatsächlich Tränen vergossen, und da meine Schwester bereits 6 Jahre alt war, und zu dieser Zeit mehr begriff wie ich selbst, hatte sie auch Verstanden dass ich um Akira heulte.
"Duu, Akira...Niisan hatte mal um dich geweint!", sagte sie dann plötzlich kichernd.
Ich schlug meine Hand gegen meine Stirn.
Wieso musste sie außgerechnet das erzählen?!
"Achja?", doch Akira lachte.
Sein Lachen hatte ich schon lange nichtmehr gesehn.
Es kam mir so vor, als würde Akiras Stimmung, sein Charakter und seine Situation durch meine Gegenwart sogar jetzt schon gebessert.
Ich lächelte.
Zudem fiel mir etwas auf, was nichts mit Akira-Kun zutun hatte.
Das Wetter wurde jeden Tag ein wenig kälter.
Wir hatten gerade Mitte Herbst, dass bedeutete also, dass man mit sehr viel Glück erste Schneeflocken fallen sehen würde.
In den 8 Schulstunden die wir hatten sahen wir allerdings keine.
"Willst du wieder mit mir nach Hause kommen?", Akira schaute mich verwundert an.
"D-Darf ich?", als ich nickte funkelten seine Augen wortwörtlich.
Es freute mich dass Akira gerne mit mir nach Hause kam.
Wieder gingen wir den schmalen Sandpfad entlang, auf dem bereits viele braune und orangene Blätter lagen.
Obwohl wir weder rennen mussten, noch dass Akira Angst hatte, hatte er nach meiner Hand gegriffen.
Er tat es wahrscheinlich nur hier am Waldesrand, da hier niemand war, der uns hätte zuschauen können.
Jedoch fühlte ich mich beobachtet.
Ich schaute nicht nach hinten, da ich Akira nicht unnötig in Panik versetzten wollte.
Heute war eigentlich recht schönes Wetter.
Die Sonne schien und die Temperaturen waren nicht zu hoch und nicht zu tief.
Trotzdem so hoch, dass man in langen Sachen schwitzte.
Obwohl es gestern geregnet hatte, war der Garten nur wenig nass.
Wir gingen nach oben und setzten uns auf mein Bett.
"Haru...Ich..Ich wollte dich..eigentlich..schon viel früher etwas fragen..Ähm..", Akira stotterte und schaute mich an.
"Ehm...In..In welcher..Beziehung stehst du eigentlich zu Shouta?", ich schaute ihn verwundert an.
In welcher Beziehung ich zu ihm stehe?
Wozu wollte er dass wissen?
"Naja, weißt du, er ist halt eben mein bester Freund..und zu so jemandem hat man eben ein ziemlich gutes Verhältnis."
"Bester Freund?..Ich dachte..ihr..dass ihr..", ich lachte.
"Meintest du etwa dass wir zusammen wären?", ich drückte meine Hand auf seinen Kopf und strich hin und her.
Er wurde Rot und schaute mich an.
"Du bist echt süß..", leicht drückte ich seine Lippen ein Stück offen.
"Schließ deine Augen..", flüsterte ich Akira zu.
Langsam schloss er seine Augen.
Dass überraschende war, dass Akira keinerlei Panik oder Angst zeigte.
Ruhig saß er da, Atmete langsam und wartete, seine Lippen ein Stück offen und seine Augen fest verschlossen.
Ich griff nach seiner Hand, die sich auf dem Bett stützte.
Dann beugte ich mich langsam nach vorne.
Wie lange ich jetzt schon darauf gewartet hatte..
Wie lange ich seine Lippen schon berühren wollte..
Meine andere Hand suchte seine Wange auf.
Akira öffnete seine Augen und sah ein wenig verunsichert aus.
Mein Daumen strich über seine Wange, womit die Unsichterheit verschwand, jedoch röte in seinem Gesicht landete.
Akira schaute mich an.
Sein Blick war verlangend.
Er schrie förmlich nach mir.
Doch diesen schönen Moment musste natürlich jemand zerstören.
Akiras Verlangender Blick änderte sich.
Die Leere und die Angst.
Dass alles war wieder da.
An der Tür stand der wüntende Vater Akiras.
Allein mit seinen Blicken machte er Akira Angst.
Er rückte näher zu mir und drückte sich an mich.
Behutsam legte ich meine Arme um ihn.
"Akira, was tust du hier?!Hatte ich dir erlaubt einfach gehen zu dürfen?"
"Yokozawa-San! Du kannst nicht einfach-..", meiner Mutter gefiel es wohl genausowenig, dass er hier war.
Doch als sie sah, dass wir eng aneinander auf dem Bett saßen, verstummte sie.
Doch plötzlich schaute Akira mich an.
Die Tränen liefen bereits an seiner Wange hinunter.
"Haru..-San..", flüsterte er.
Dann beugte er sich vor, und drückte mir einen kurzen, schüchternen Wangenkuss auf, bevor er aufstand und zu seinem Vater ging.
Ich war wie versteinert.
Ein letztes mal schaute Akira zurück.
Dieser Blick und dieser Kuss..
Er sagte Danke.
Auch ohne Worte.
Ich saß auf dem Bett, spührte Akiras Lippen immernoch auf meiner Wange und starrte ins Leere.
"Akira!", nach einem Moment der Stille sprang ich auf und rannte die Treppen hinunter.
"Aki-..!", doch als ich unten wieder seinen Namen rufen wollte stand meine Mutter vor mir.
"Haru, seit wann ist Yokozawa-San denn wieder aus dem Gefängnis?!
Ich mache mir Sorgen um Akira!", ich schaute sie wütend an.
"Meinst du etwa ich mache mir keine Sorgen?! Wieso hast du ihn nicht aufgehalten?!", ich rannte an ihr vorbei, nach draussen auf den Sandpfad.
Vielleicht könnte ich sie vor der Tür noch abfangen, wenn ich mich beeile.
Ich rannte los.
Die Tatsache, dass ich nur Strümpfe anhatte, ignorierte ich.
Glücklicherweise war ich jemand, der ein gewisses Maß an Ausdauer besitzte.
Ohne auf meine Umgebung zu achten rannte ich weiter.
Plötzlich stolperte ich über eine Wurzel.
Ich fiel in den Sand, was mich aber nicht interessierte.
Schnell stand ich auf und rannte weiter.
Meine Kleidung war jetzt voller Sand, und in meinem Gesicht hatte ich kleine Kratzer.
Doch sowas nahm ich hin, wenn es um Akira ging.
Ich rannte die lange Straße bis zum Ende hinauf.
Doch ich kam zu spät.
Akira ging gerade in diesem Moment, festgehalten von seinem Vater, mit ihm in die Wohnung.
Meine ganze Hoffnung brach dahin.
Was sollte ich jetzt tun?
Er wird morgen sicherlich nicht in die Schule kommen..
Doch hatte ich eine andere Wahl, wie einfach abzuwarten?
Ich werde sowieso nicht in seine Wohnung gelangen.
Der Himmel nahm die Traurigkeit meinerseits an.
Ich schloss die Augen und ging nach Hause.

 

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