Die Marionettenspieler

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  • Veröffentlicht: 22 Jul 2012
  • Aktualisiert: 1 Okt 2012
  • Status: Fertig
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6. Abschnitt

Verwirrt trat Anton raus zur Rezeption. Es war nicht Hart zu finden von der Bühne, leuchtende grüne Schilder mit Weißen Männchen wiesen ihm den weg.

„Und er lebt!“ lachte Antons Vater. Anscheinend war er länger weggeblieben als er dachte. Anton lächelte gezwungen, und sah sich zurück. Doch weder Kaz, noch Cira war da. Stille beschloss er sich, morgen Le Marionet aufzusuchen.

***

Die Rue de la Mort zu finden war schwieriger als er dachte. Letztes Mal als er da war, war es dunkel gewesen. Und obwohl er sich im Tageslicht sicherer fühlte, sah alles anders aus, viel freundlicher. Die Sommerferien waren bald vorbei, und nächsten Dienstag fing schon wieder Schule an. Nach 2 Stunden, die sich eher als 4 anfühlten, war er endlich da. Am Ende der Straße wartete „Le Marionet“ auf ihm. Stufen runter, Tür aufmachen, reingehen. Wie erstes Mal als er da war, nur ohne Emma. Er hatte gehofft das Geschäft würde ihm weniger Angst einjagen im Tageslicht, doch es herrschte eine genauso düstere Atmosphäre.

Anton wunderte, ob überhaupt jemals jemand hinter der Kasse stand. Seitdem niemand im Geschäft war, würde er im Hinterzimmer nachsehen müssen. Er war neugierig was sich hinter der schwarzen Tür verbarg, doch gleichzeitig hatte er Angst. Kaz wirkte nicht gerade überglücklich jedes Mal er Anton sah. Oder Menschen überhaupt. Anton atmete tief ein, und öffnete die Tür.

Die Tür musste dicker sein, als er gedacht hatte. Denn er hatte nichts von was im Hinterzimmer vorging mitgekriegt. Cira hatte gerade etwas geschrien, als er die Tür aufstieß, so dass er nur den letzten Teil des Satzes mitkriegte. Er hatte schon für wesentlich weniger schlimme Worte extra Hausaufgaben vorgekriegt. Der Rest des Satzes musste genauso wenig erfreulich gewesen sein, denn in diesem Moment gab Kaz Cira eine Ohrfeige, und Cira nahm sich erschrocken und benommen zur Wange, wo der rote Abdruck von Kaz‘ Hand noch zu sehen war. Al das passierte innerhalb wenigen Sekunden. Erst dann bemerkten die zwei Geschwister Anton. Anton war sprachlos, und sah mit großen Augen auf Cira. Ihre blauen Augen waren rot, und Tränen liefen ihr den Wangen runter. Anton sah sie beide kühl an, und stürmte dann aus dem Zimmer raus.

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