Wie wird man ein guter Schriftsteller?

Was muss man eigentlich tun, um ein guter Schriftsteller zu sein?

Keine Ahnung? – No worries! Diesen und den nächsten Blog widme ich den zwei bedeutendsten Schreibtipps überhaupt. Pssst…kleiner Spoiler… du bist wahrscheinlich schon auf dem besten Weg!

Von Jane Austen bis J.K. Rowling, ein Rat bedeutender Schriftsteller kommt niemals aus der Mode. Er ist nicht sonderlich kompliziert, kostet nicht viel Geld (so lange man eine gut sortierte Bücherei in der Nähe hat) und ich wage zu sagen, dass du als Movellas User bereits gut bei der Sache bist. Die geheime Zutat für einen guten Schriftsteller ist…

 

*Trommelwirbel*

 

LESEN! Lesen, lesen und noch mehr lesen!

 

 

Na das sind mal gute Nachrichten! Ich weiß ja nicht wie es dir geht, aber für mich ist das der beste Rat den ich jemals bekommen habe – und der den ich am liebsten befolge laugh

 

 

                  „Schatz komm endlich! Das Essen wird kalt!“

                                 „Sorry, geht nicht. Bin gerade dabei ein großer Schriftsteller zu werden.“

                                               Und außerdem hab ich dieses Kapitel gerade erst angefangen…

 

 

 

 

 

 

Aber was soll man denn nun lesen um ein guter Schriftsteller zu werden?

 

Das ist eigentlich ziemlich egal. Der beste und berühmteste Klassiker, der schon seit zweihundert Jahren immer wieder und wieder gelesen wird ist genauso hilfreich wie die billige Liebesschnulze aus dem Supermarkt – am besten noch vom Wühltisch. Aus beiden lernt man – und beide schulen deinen Sinn für Schreibstil, Handlung, und Wortwahl - und letztendlich macht uns Literatur zu besseren Menschen.

 

Was? Du meinst, dass man von guter Literatur mehr lernen kann als von schlechter? Das kann durchaus sein. Aber was ist es denn was wir von ihr lernen können?  Zunächst einmal inspiriert sie uns. Wenn man ein wirklich gutes Buch liest, wünscht man sich oft, auch so schreiben zu können. Man strengt sich besonders an, bei dem Projekt an dem man gerade selber schreibt. Auch wenn man beim Schreiben an einen Punkt kommt, an dem es wirklich schwer ist weiter zu schreiben, so kann gute Literatur einen motivieren dran zu bleiben. Sie ist wie der Lohn der in der fernen Zukunft winkt: da möchte man auch gerne hinkommen; so möchte man auch gerne schreiben können.

 

Doch gute Literatur inspiriert nicht nur. Man erweitert durch sie auch seinen eigenen Wortschatz und man lernt wie man etwas schreibt um eine bestimmte Stimmung zu erzeugen. Man sieht wie ein anderer Autor es geschafft hat die Handlung logisch und zusammenhängend zu schreiben, so dass der Leser sie für glaubwürdig hält. Wie baut man Spannung auf? Wie erschafft man Charaktere, die glaubwürdig sind und echt und lebendig wirken? Dies und noch viel mehr lernt man durch das Lesen guter Literatur.

 

Was lernt man denn dann von weniger guter Literatur? Man lernt durchaus mehr, als wie man es nicht machen sollte. Schreiben wird zu Recht als Handwerk bezeichnet und ein gutes Buch ist wie eine gut geölte Maschine. Die Mechanismen der Maschine kann man in jeder Art von Literatur erforschen, aber sie ist da am offensichtlichsten wo es „hakt“. Zum Beispiel: eine Liebesgeschichte in der sich zwei verlieben, zusammen kommen und alles ist „Friede, Freude, Eierkuchen“ – so eine Geschichte wird schnell langweilig. Man lernt daraus, dass man zu seinen eigenen Liebesgeschichten mehr Drama hinzuschreiben sollte.

 

Abschließend bleibt die Frage, was man denn jetzt eigentlich überwiegend lesen sollte. Man sollte am besten das lesen, worauf man Lust hat! Die Bücher, die einem Spaß machen, das sind die, die uns am Ende am meisten prägen. Wenn man selber schreibt, ist es aber hilfreich relevante Literatur zu lesen. Es hilft, das Genre in dem du schreibst gut zu kennen; die Klassiker genauso wie die neuesten Trends. Sei aber vorsichtig: bleib gedanklich unabhängig! Wirklich großartige Werke sind meistens die, die anders sind. Wenn du dich zu sehr anpasst, läufst du Gefahr, in der Masse unterzugehen.

 

Gut, dass du schon bei Movellas bist! Hier hast du die Möglichkeit wirklich viel zu lesen und natürlich auch zu schreiben. Außerdem kannst du dich mit anderen austauschen. Wenn du zum Beispiel das Gefühl hast, dass die Handlung in deiner Geschichte irgendwie merkwürdig wirkt, dann kannst du zusammen mit deinen Lesern herausfinden, wo die Maschine hakt.

 

Und dann heißt es bald:

„Schatz komm endlich! Das Essen wird kalt!“

„Sorry, geht nicht. Ich bin gerade in einem Skype-Meeting mit meinem Agenten. WB will mein Buch verfilmen.“

 

…oder so ähnlich….laugh

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